When shall we three meet again?

Macbeth am St.-Thomas-Gymnasium

 

Tanzende Hexen

Nach der Renovierung der alten Turnhalle wurde in diesem Jahr auch der Bereich der Bühne saniert, so dass der Blick der Zuschauer jetzt nicht nur vom Blutrot des neuen Bühnenvorhangs gefesselt wird, sondern auch "erleuchtet" werden kann durch eine ergänzte Lichtanlage. Herr Schwarz hat diese Ausstattung der Bühne großzügig gefördert und damit dem Schultheater in seinem letzten Amtsjahr einen großen Dienst erwiesen. Aber auch unser Hausmeister, Herr Knaier, hat tatkräftig und ideenreich die Installationen vorgenommen, so dass heuer die Theatergruppe nicht mehr wie im Vorjahr nach Ichenhausen oder Burgau ausweichen musste, um ihre Produktion in angemessener Atmosphäre vorführen zu können. 
Der blutrote Vorhang passt ganz gut zum diesjährigen Projekt im Grundkurs "Dramatisches Gestalten" unter der Leitung von Herrn Berger: Shakespeares Macbeth.

Vielfältig waren die Aktivitäten im Theaterkurs. Vier Teilnehmer aus der K12 und acht aus der K13 haben zusammen mit zwei Schülern aus den Klassen 10a und 10c ca. sieben Monate lang wöchentlich einmal geprobt. Hinzu kam allerdings ein Probenwochenende in Dinkelscherben im Dezember und drei weitere Wochenendproben am St.-Thomas-Gymnasium. Wie in den vergangenen Jahren bereits war auch diesmal mit dem ersten Probenwochenende ein Theaterbesuch verbunden, diesmal in der "Komödie" in Augsburg. Zwei Schülerinnen, Corinna Häusler und Kristina Wiedenmann, haben ihre Facharbeit im Zusammenhang mit den Proben an Macbeth verfasst. Auch für technisch Interessierte bietet das Theaterspiel ein interessantes Betätigungsfeld. Julian Reitz (11a) hat sich in die Bedienung der Bühnenbeleuchtung und der Lautsprecheranlage geradezu unentbehrlich gemacht und sich in Jan Ude (9b) einen Mitstreiter gewonnen. In der Schlussphase der Arbeit sind auch noch Instrumentalisten hinzugestoßen, die der Inszenierung zusätzlich einen musikalischen Akzent verliehen haben: Viktor Martens (K12) am Flügel, Maximilian Besold (K12), der als Schauspieler die Rolle des Banquo spielte, am Schlagzeug und Herr Seger am Saxophon. Mit großer Einfühlungsgabe und improvisatorischer Sicherheit erfanden sie bei einigen Durchlaufproben ad hoc eine kongeniale Begleitmusik. Insgesamt war diese Zeit der Proben und Aufführungen ein Erlebnis von gelungener Teamarbeit und beglückender Vielfalt an individuellen Beiträgen.
Auch zu den einzelnen Schauspielern und ihren Rollen ließe sich Geschichte an Geschichte reihen: wie aus liebenswerten jungen Damen veritable Hexen werden konnten, oder eine skrupellose Lady Macbeth, oder eine zur Rache für ihre ermordeten Kinder entschlossene Mutter Macduff; oder aus einem Zehntklässler ein Säuferphilosoph oder aus einem Kollegiaten ein blutrünstiger Tyrann… Bei den Aufführungen gelang es den Schülern das Publikum in gespannte Aufmerksamkeit zu versetzen, was vor allem auf die gute Sprechtechnik und die szenische Präsenz der Schauspieler zurückzuführen war.
Insbesondere die Dialoge des Ehepaars Macbeth wurden von den beiden Hauptdarstellern, Eduard Gitt (K12) und Karolina Deubele (K13) mit viel emotionaler Kraft und dramatischer Spannung dargeboten.

Die drei Aufführungsabende waren gut besucht, auch von Schülern, was bei den großen Anfahrtswegen zu unserer Schule nicht selbstverständlich ist. Insgesamt haben über 500 Zuschauer die Inszenierung gesehen.

Besetzung

Hinten (v.l.): Viktor Martens, Julian Reitz, Viktoria Morasch, Jochen Manhardt, Jan Ude, Corinna Häußler, Karolina Deubele, Eduard Gitt, Christina Wiedenmann, Ann-Kathrin Beck, Vera Bigelmaier, Max Kennel; vorne: Johanna Müller, Barbara Reichhart, Maximilian Besold, Peter Berger

 

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