Eine musikalische Reise um die Welt

Großes Neujahrskonzert am STG

Start in Deutschland, Weiterflug über Österreich und Ungarn, spätere Ausflugsziele Frankreich, Großbritannien, Polen, USA, Mexiko, Argentinien, Brasilien und Peru – so umfassend gestaltete sich die „musikalische Weltreise“ innerhalb unseres diesjährigen Neujahrskonzerts. Die zehn- bis achtzehnjährigen Künstler und ihre Musiklehrer legten sich bei Gestaltung und Ausführung dieser nun mittlerweile traditionellen Veranstaltung unserer Schule auch heuer wieder voll ins Zeug.

Trompeter Emil Lederle (6. Klasse) eröffnete die musikalische Reise feierlich strahlend anhand Georg-Friedrich Händels „Allegro“ aus der „Sonate in F-Dur“. Innerhalb Deutschlands blieben auch Pianistin Syntia Stempfle, die sich für ihren mitreißend träumerischen Vortrag Anne Terzibaschitschs „Weißen Schwan“ ausgesucht hatte, und die Klarinettistinnen Maria Kornelli, Emmely Pfäffle, Rojin Savasci und Sara Schmid (alle 6. Klasse) mit einem flott und harmonisch swingenden Walzer von Frank Bach. Bei Ernst Pauderts „Berühmter Arie“ zog Posaunist Lukas Grimm (9. Klasse) das Publikum schon sehr professionell in seinen Bann.

Die perfekte Verbindung zu Ungarn schuf Flötistin Marie Linzmeier (10. Klasse) mit einem wahren musikalischen Feuerwerk bestehend aus Oscar Riedings „Concertino in ungarischer Weise“, welches sie in ebenso ausgefeilter wie dramatischer Manier zu Gehör brachte. Der junge Pianist Bálint Bronz (5. Klasse) bewies innerhalb von Ferenc Vecseys „Valse triste“ bereits bewundernswert hohes künstlerisches Einfühlungsvermögen und Können. Mit wunderschön warmen und meisterhaft vielseitigen Klängen seiner Klarinette bereicherte Markus Foag (12. Klasse) anhand von Béla Bartóks „Rumänischen Volkstänzen“ das Programm.

Von Ungarn aus ging es mit dem österreichischen Komponisten Manfred Sternberger weiter im Reiseprogramm, wenngleich der Titel „A little Song“ doch überaus angelsächsisch anmutete. Lena Wieser (6. Klasse) interpretierte dieses Stück jedenfalls mit viel Gefühl und bestem Ansatz auf ihrem Euphonium. Die Klarinettistinnen Sarah Merk (8. Klasse) und Carina Walter (10. Klasse) überzeugten bei Tobias Haslingers „Allegretto“ nicht zuletzt durch beeindruckende Zungen- und Fingerfertigkeit.

Das „Allegro agitato“ aus der „Fantaisie Impromptu op. 66“ des polnischen Komponisten Frédéric Chopin wurde von Pianistin Hanna Baumgartner (10. Klasse) mit hinreißender Eleganz und hörbarem Herzblut vorgetragen, und auch ihr Klassenkamerad Elias Smalko wusste innerhalb von Moritz Moszkowskis diffiziler „Etude de Virtuosité Nr. 2“ vollauf zu begeistern. Den Weg in Richtung Süden bereitete Querflötist Christian Bäuerle temperamentvoll wie virtuos anhand von Krystof Zgrajas „Flamenco Etüde“. Zusammen mit Johanna Wiedemann (9. Klasse) präsentierte der Elftklässler außerdem die wunderschönen Klänge von „Oblivion“, einem langsamen Tango des argentinischen Komponisten Astor Piazzolla. Zu Gino Samyns „Samba Party“ lud Johannes Fahrenschons (10. Klasse) jazzig-fetzig-feuriger Saxophonvortrag ein. Flötistin Leda Baumgartner (7. Klasse) konnte das Auditorium bei Jean Philippe Vanbeselares „Mexique“ ebenso von ihrem bereits sehr vielseitigen und ausgereiften Können überzeugen wie mit „Les Lunes de Cuzco“ von Kumiko Tanaka.

Trompeterin Sophie Groß (10. Klasse) versprühte in Maurice C. Whitneys „Allegro scherzando“ wahrhaft anspruchsvollen amerikanischen Esprit, und Klarinettistin Carina Walter spielte zusammen mit den Saxophonisten Johannes Fahrenschon, Celina Tangel und Johannes Frey (alle 10. Klasse) beim traditionellen und inspirierend britischen „Woodcutter“ ebenfalls souverän und in hohem Maße authentisch auf. Über Frankreich zurück in Richtung Deutschland wurde die musikalische Weltreise von Trompeterin Sophia Fixle (12. Klasse) geleitet. Sie brillierte mit Jean Pennequins anspruchsvollem wie vielseitigem „Morceau de Concert“.

Schulleiter Andreas Eberle und Musik-Fachbetreuer Markus Putzke lobten die großartigen Leistungen der Konzertierenden und dankten Schülern, Eltern und Lehrkräften für deren Einsatz rund um das Neujahrskonzert unseres Gymnasiums, denn – darin waren sich alle einig – besonders heutzutage ist die Verbindung aller Menschen auf der ganzen Welt durch die Musik ganz besonders wichtig.

 

Text und Bilder: Andrea Linder

 

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