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07/11
2018

Der Weg zum Glück

Kurzweilig und unglaublich authentisch zeigte David Hahn in seinem Vortrag „Life Design: Wie man (raus) kriegt, was man vom Leben will“ mögliche Wege zur beruflichen und privaten Zufriedenheit auf. Im Rahmen der Reihe Klostercampus – eine Zusammenarbeit des Klosters und des STGs – gab Hahn einen beeindruckenden Einblick, wie über das Akzeptieren eigener Schwächen in einem Schritt-für-Schritt-Prozess persönlich Wichtiges im Leben erreicht werden könne.› mehr

Als ehemaliger Schüler unserer Schule (Abiturjahrgang 2011) führte der Referent auf, wie er in jungen Jahren mit seinen eigenen Unsicherheiten umgegangen war und welche Auswirkungen dies auf seine Umwelt und seinen Bildungsweg hatte. Auch während seines Studiums an der TU München stand er einer ähnlichen Problematik gegenüber und erfuhr Bildung als wichtigen Schlüssel, um auf Augenhöhe kommunizieren zu können. Schlussendlich sei es das Ziel, so Hahn, sich eine Glaubwürdigkeit aufzubauen, mit welcher jeder Einzelne eine zielgerichtete Wirkung erreiche.

Ebenso betonte er in seinem Vortrag immer wieder, dass besonders junge Menschen in Bezug auf das spätere Berufsleben viele Angebote ausprobieren sollten, um sich auf diese Weise einen Grundstock vielfältigen Wissens anzueignen. Besonders in jungen Jahren habe man dafür mehr Freiheitsgrade und weniger Randbedingungen. Diese Umstände sollte man unbedingt positiv für sich nutzen. Im Anschluss präsentierte Hahn der voll besetzten Studierstube des Klosters eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um systematisch herauszufinden, was im Leben – beruflich oder privat – eigentlich erreicht werden wolle. Dabei stand das Festmachen sogenannter Lebens-Hypothesen im Zentrum, anhand welcher sich jeder Mensch kritisch mit seinen persönlichen Plänen auseinandersetzen müsse. Hahn machte auch deutlich, dass es sich lohnt, zusätzliche Kraft in essenzielle Angelegenheiten zu investieren und seine eigenen Fähigkeiten nicht zu unterschätzen. Abschließend appellierte er daran, an Schulen die Wertevermittlung nicht zu vernachlässigen, da auch diese ein wichtiger Bestandteil lebensverändernder Entscheidungen sein könne. Persönlich habe er eigene Werte, Familie und Freunde sowie grundlegende Mitmenschlichkeit klar über seine Karriere gestellt. Er empfinde eine tiefe Dankbarkeit seiner Familie, aber auch den guten Lehrern des STGs gegenüber.

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08/11
2017

Kloster-Campus

Undine Zimmer bewegt mit ihrem Vortrag „Ich sehe mich. Ihr seht mich anders.“

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Grenzgänger, Milieuwanderer – als solche sieht sich Undine Zimmer, Autorin des Buches „Nicht von schlechten Eltern. Meine Hartz-IV-Familie“. Auf ihre persönliche, souveräne Art führte sie in ihrer Lesung durch Stationen ihres Lebens in der viel zitierten Unterschicht Deutschlands. Ohne anzuklagen oder sich selbst als Opfer darzustellen, versetzte sie dabei die Anwesenden in unterschiedliche emotionale Zustände. Die biografischen Episoden der laut Zimmer „einzigen Akademikerin in unserer Familie“ riefen dabei Betroffenheit, Freude, Hoffnung, aber auch Wut und Ärger über so manche Lebenshürde hervor. Undine Zimmer zeigte an ihrem persönlichen Beispiel, wie es aussehen kann, wenn man in Armut groß wird und dass wahrer Reichtum nicht immer mit Geld verbunden sein muss.

 

Die Lesung fand in bewährter Art und Weise der Vortragsreihe Kloster-Campus in Zusammenarbeit mit dem STG statt und war die erste in diesem Schuljahr. Dieses Format erhielt eine außerordentliche Anerkennung im Rahmen des Petrus-Canisius-Preises, es wird von Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums moderiert und im Anschluss eines jeden Vortrags zusammen mit dem Publikum nachbereitet. Den Abschluss bildet dabei ein Dialog mit dem jeweiligen Referenten. Die Vortragsreihe möchte dabei Zuhörern aller Generationen im Kloster einen Raum geben, um zu konkreten Alltagsproblemen und Lebensphilosophischen Fragen Denkanstöße zu geben und pragmatische Lösungen zur Diskussion zu stellen.

 

Auch am nächsten Tag durften wir Frau Zimmer wieder bei uns am STG begrüßen. Hier leitete sie einen Workshop für die Q11 und Q12.

 

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