Lernseminar der fünften Klassen

 

Da soll mein Kind seine Englischhausaufgaben machen und fängt erst einmal an Klavier zu spielen – und das auch noch ohne Klavier. Wie soll ich das verstehen? War das so gedacht? Was kommt als Nächstes?

Nun ja, die Antwort gab es auf einem Lernseminar für die Fünftklässler bei Frau Eder, bei dem die Kinder das Lernen üben konnten und Mamas und Papas gleich mitkommen durften.

Wir haben gelernt, wie die Kinder sich fit machen können, bevor sie zu Hause mit der eigentlichen Arbeit anfangen: erst mal eben Klavierspielen um die Finger zu lockern – zur Not geht auch Schlagzeugspielen ohne Schlagzeug, da muss aber unbedingt ein Sicherheitsabstand eingehalten werden – und dann die Ohren aufsperren – Letzteres funktioniert aber bekanntermaßen ohnehin nicht immer.

Wir lernten viele Tricks, wie man sich Sachen besser merken kann – am besten gefielen mir dabei die Geschichten, die dazu erfunden wurden: So konnten wir alle uns 12 Bilder merken, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun hatten.

Auch konnten wir Eltern beobachten, wie Kinder einen Text bearbeiten und warum es sinnvoll ist, diesen auch einmal einem Kuscheltier vorzulesen. Außerdem wissen wir Großen jetzt, warum Englischvokabeln auf riesengroßen Plakaten am Kühlschrank hängen müssen: Die Kinder merken sich so einfach die Vokabeln immer besser.

Interessant für uns war auch die Gelegenheit, unsere Kinder beim Lösen einfacher Knobelaufgaben zu beobachten. Da wir hierbei nicht helfen durften, bekamen wir einen guten Einblick, wie unser Kind an Probleme herangeht.

Zum Schluss gab es noch 36 Lerntipps für unser Kind; der für uns persönlich wichtigste wurde nach längerer Diskussion herausgesucht und meine Tochter musste einen Vertrag schließen, sich wenigstens an diesen einen Tipp zu halten und das tatsächlich mal Wochen lang.

Als Lohn für die Mühe gab es dann auch noch Zucker – in Smilieverpackung, (wer hätte es bei dieser Lehrerin gedacht?) und eine Urkunde für die Kinder.

Im Namen aller Eltern und natürlich auch aller Schülerinnen und Schüler möchte ich Frau Eder für diesen interessanten Nachmittag recht herzlich
danken.

Uli Hermann

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